Erstmals seit seiner Wahl zum Oberbürgermeister präsentierte sich Erik Pauly bei einer öffentlichen Ortschaftsratsitzung den Hubertshofener Bürgern vor über 30 Zuhörern im Bürgersaal.

Zu Beginn nutzte Ortsvorsteherin Monika Winterhalder die Gelegenheit, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Dank sprach Winterhalder den vielen ehrenamtlichen Helfern im Hintergrund aus, die sich in irgend einer Belange für Hubertshofen einsetzen.

Nach ruhigeren Jahren wird auch in Hubertshofen in 2015 wieder investiert. So sind etwa 10000 Euro für das Schwimmbad, 31000 Euro für ein behindertengerechtes WC im Bürgerhaus und 2300 Euro für die Bepflasterung der Bushaltestelle in der Mistelbrunnerstraße bereitgestellt. Im Kindergarten sind für die Sanierung der Toiletten und den Einbau einer neuen Küchenzeile 10700 Euro vorgesehen.

Ändern werden sich zum 1. April die Förderrichtlinien für bauwillige Familien die ein städtisches Grundstück erwerben. Der Zuschuss beträgt zehn Prozent des Kaufpreises je im Haushalt lebenden Kindes jedoch maximal 5000 Euro pro Kind und 10000 Euro pro Grundstück. Ebenso tritt zum 1. April in Hubertshofen die Ortskernförderung in Kraft. Gefördert sollen Wohn- und Ökonomiegebäude die älter als 40 Jahre alt sind und zu Wohnzwecken umgebaut werden. Fördervorrausetzung ist ein minimum von 150000 Euro an Investitionen. Somit sind für eine Familie mit zwei Kinder maximale Fördergelder von 30000 Euro möglich.

Ab 2016 möchten die Räte, das Hubertshofen in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) aufgenommen wird. Ein Konzept und die anschließende Bewerbung ist vom Ortschaftsrat noch auszuarbeiten. Hier appelliert die Ortsvorsteherin jedoch an die Mithilfe der Bürger, ob geplante Maßnahmen wie Modernisierung, Umnutzung, Abbruch oder Baulückenerschließung im Dorf geplant sind.

Die schon öfters diskutierten Busverbindung von und nach Donaueschingen sind derzeit recht zufriedenstellend. Bei künftigen Problemen wünscht sich der Ortschaftsrat das dieser informiert wird. Ende vergangenen Jahres wurde ich zur Eheschließungsstandesbeamtin ernannt, nun kann auch in Hubertshofen wieder geheiratet werden, gab Winterhalder bekannt. Ebenso wird es in diesem Jahr nach einjähriger Pause ein Seniorenausflug geben.

Oberbürgermeister Erik Pauly machte bei seiner Stippvisite die Feststellung, dass die Verlegung einer Glasfaserleitung für ein schnelleres Internet in Hubertshofen, verschoben werden musste. Doch der Ort steht ganz oben an, versicherte der OB. In seinem Rückblick streifte der OB die wichtigsten Punkte der Stadtpolitik. Ein großes Besprechungsthema bleibt weiterhin die Auflösung der französischen Garnison und die vielen Baustellen in Donaueschingen. Durch enorme Bildungsangebote und den Tourismus hat Donaueschingen ein hohes Niveau. Auch die Kinderbetreuung liegt ihm am Herzen, hier sieht er Hubertshofen gut aufgestellt. 

Hubertshofen in Zahlen:

377 Einwohner zählt Ende 2014 der höchst liegende Stadtteil von Donaueschingen. Die ältesten Bürger sind Adolf Albert und Herbert Kühn, beide 91 Jahre. Jeweils zwei Geburten und Sterbefälle gab es in 2014. Im Juni vergangenen Jahres hat Annette Reichmann die Kindergartenleitung übernommen. Derzeit sind elf Kindergartenplätze belegt. Im Neubaugebiet Öhmdwiesen stehen noch drei Bauplätze zur Verfügung.

Bildtext:

Die erste Sitzung des Hubertshofener Ortschaftsrat im neuen Jahr hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren, denn über 30 interessierte Bürger nahmen daran teil.

Foto: Matuschke