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Die Häufung von Bränden in den Jahren 1864 - 1875 löste in der Bürgerschaft den Wunsch nach mehr Sicherheit und somit die Gründung einer eigenen Feuerwehr aus. So wurde am 09.01.1876 in einer Gründungsversammlung die Hubertshofener Feuerwehr ins Leben gerufen und noch im gleichen Jahr schaffte man eine Feuerlöschspritze an.

Bereits sechs Jahre später stifteten die Frauen und Jungfrauen des Orts eine Fahne, die noch heute bei Feuerwehrumzügen getragen wird. Zu jener Zeit wurde das erste Spritzenhaus im Rimsenweg gebaut und zur Unterbringung der Gerätschaften genutzt. 1958 kam es zum Aufbau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der heutigen Schwimmbadstraße. Das bisherige Spritzenhaus diente danach der Zentralgenossen-schaft als Lagerraum und wird auch heute noch zu Lagerzwecken genutzt.

Der Rückgang der Vollerwerbslandwirtschaft und der damit steigenden Zahl der Berufstätigen außerhalb des Dorfes hatte zur Folge, dass gerade tagsüber nur wenige Feuerwehrangehörige zur Verfügung standen. Dies hat die Verantwortlichen im Jahr 1978 dazu bewogen, eine Frauenhilfsmannschaft zu gründen. Diese sollte erste Maßnahmen ergreifen, bis die eigenen Männer sowie die Abteilungen der FFW Wolterdingen und Donaueschingen vor Ort eintreffen. Schon mehrfach konnte die Frauenhilfsmannschaft ihr Können unter Beweis stellen und hat bei verschiedenen Einsätzen dafür gesorgt, dass sich die Auswirkungen von Bränden in Grenzen hielten. Insbesondere das Übergreifen von Bränden auf Nachbargebäude konnte durch den beispiellosen Einsatz der Frauen schon mehrfach verhindert werden.

Für den Ernstfall stehen als Löschwasserentnahmestelle der Sangenweiher sowie das 1958 gebaute Schwimmbad, an dessen Stelle sich schon vorher ein Brandweiher befand, zur Verfügung.



Im Juli 1999 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet; auch konnte eine Altersmannschaft ins Leben gerufen werden.

Besonderen Wert legt die Feuerwehr neben der Aus- und Fortbildung auch auf die Zusammenarbeit mit der im nahegelegenen Wolterdingen bestehenden Stützpunktwehr, die im Ernstfall neben Atemschutz auch mit einer besseren Ausstattung an Fahrzeugen und Rettungsgeräten aufwarten kann.

Über die Grenzen Hubertshofens hinaus ist die Feuerwehr nicht nur durch die im Kreis wohl einmalige Frauenhilfsmannschaft, sondern auch durch den alljährlichen Verkauf des in der ortseigenen Mosterei hergestellten Süßmostes und selbst gebackener Kilbigküchle beim Donaueschinger Herbstfest bekannt.